Wasser sparen

Umgerechnet 127 Liter Wasser verbrauchen wir pro Tag. Damit steht Deutschland zwar nicht schlecht da, aber da geht noch was. Mit diesen Tipps können Sie ganz nebenbei den Wasserverbrauch senken, die Umwelt schonen und natürlich Geld sparen.

Tipps zum Wasser sparen

  • Toilettenspülung: Etwa 1/3 des gesamten Wasserverbrauchs geht die Klospülung runter. Wer noch keinen Sparspühlkasten oder eine getrennte Spartaste für das kleine Geschäft hat, der sollte das schnellstmöglich nachrüsten.
  • Duschen statt Baden: Für die tägliche Körperpflege kommt es günstiger, wenn Sie die Dusche benutzen statt eines Vollbades in der Badewanne. Grund: Aufgrund der Füllmenge bei der Badewanne wird hier deutlich mehr Wasser benötigt, selbst wenn sie nur zur Hälfte oder weniger befüllt wird. Während des Einseifens sollten Sie den Wasserdurchlauf stoppen oder zumindest stark verringern.
  • Duschkopf: Mit einem modernen Duschkopf mit Wassersparbrause wird das Wasser mit Luft gemischt. Der Druck bleibt so in etwa gleich, allerdings geht nur noch rund die Hälfte an Wasser pro Minute dadurch. Tipp: Mit einem Duschstopp können Sie auf Knopfdruck die Wasserzufuhr stoppen und wieder freigeben.
  • Wasserhahn: Durch Verwendung eines Turbulators kann der Wasserdurchlauf am Wasserhahn reduziert werden. Dabei wird Luft zugemischt, so dass sich der Strahl weiterhin voll anfühlt. Wer so etwas noch nicht hat, kann das günstig nachrüsten. Während des Einseifens sollte die Wasserzufuhr gestoppt werden. Falls Ihr Wasserhahn tropft, sollte auch das Problem schnellstmöglich behoben werden.
  • Geschirrspüler: Stellen Sie die Spülmaschine erst an, wenn sie komplett befüllt ist. Der Wasser- und Stromverbrauch ist bei jedem Spülvorgang etwa gleich, von daher verwenden Sie die Maschine am effizientesten, wenn sie vollbeladen ist. Ein Vorspülen des Geschirrs ist übrigens nicht erforderlich. Sehr starke Verschmutzungen können mit einem Küchenpapier vorgereinigt werden.
  • Waschmaschine: Wie auch beim Geschirrspüler sollten Sie die Waschmaschine möglichst immer komplett befüllen. Das spart Strom und Wasser, weil sie dadurch weniger oft verwendet werden muss.
  • Planschbecken: Kinder planschen gerne. Doch auch wenn so ein Planschbecken eine ziemliche Wasserverschwendung ist, brauchen Sie nicht gleich ganz auf den Spaß zu verzichten. Wechseln Sie einfach nicht jeden Tag das komplette Wasser aus, bzw. nutzen Sie es nach dem Planschen zum Blumengießen im Garten.
  • Wasserzähler: Ist Ihr Wasserzähler für Ihre Haus- bzw. Wohnungsgröße geeignet? Bei Stern TV hatte man vor einiger Zeit herausgefunden, dass oft viel zu große Zähler (QN-Nummer) verbaut sind, die durch das eingebaute Schwungrad mehr Wasserverbrauch messen als tatsächlich erfolgt ist. Insbesondere bei relativ kurzen Wasserentnahmen, wie sie ja eigentlich sein sollten, kann dies zu überhöhten Messwerten führen. Lassen Sie also Ihren Wasserzähler kontrollieren, am besten regelmäßig.
  • Wassergewinnung: Mittels eines Behälters können Sie das Regenwasser, das über die Dachrinne vom Dach herunterläuft, auffangen und später, etwa zum Blumengießen, weiter verwenden. Hausbesitzer können sich im Garten oder der Garage eine Wasserpumpe installieren und so das Grundwasser anzapfen. Da dieses Vorhaben allerdings nicht ganz billig ist, wird es sich erst über einen längeren Zeitraum rechnen, vorausgesetzt, die Pumpe geht nicht kaputt.

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1 Kommentar
Volker Nemsch am 24.01.15 um 21:44 Uhr
Toilettenspülung: Man kann auch einem alten WC-Spülkasten (ohne Spartaste) das Saufen abgewöhnen. Da die meisten Spülkästen am Boden flach sind, nehme man einfach einige passend ausgesuchte Einweg-Glasflaschen ohne Etiketten und Deckel, fülle diese mit Wasser und stelle sie in den Spülkasten hinein, wobei die Flaschenöffnung unterhalb des "vollen" Wasserspiegels des Spülkastens liegen sollte. Aber Vorsicht! Die Funktion der Spülkastenmechanik darf dadurch aber nicht beeinträchtigt werden! Das Volumen der vollen Flaschen kann nun nicht mehr von der Toilettenspülung genutzt werden und Glasflaschen sind die hygienisch beste Lösung. Ich habe so die Wassermenge von 9 Liter auf etwa 6 Liter für eine "volle Spülung" reduziert und es kostet praktisch kein Geld. Bei mir funktioniert es seit Jahren, jedoch übernehme ich keine Gewähr für etwaige Unfälle oder Schäden.

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